Gastronomie

Günstige Komplettlösung für Lieferdienste: Was ein eigener Bestellshop wirklich kostet

Gastronomin am Tresen prüft am Laptop die Bestellungen ihres eigenen Liefershops

„Was kostet ein eigener Bestellshop?“ ist die häufigste Frage, die uns aus der Gastronomie erreicht, und zugleich die am schwersten zu beantwortende: Die Angebote am Markt rechnen völlig unterschiedlich. Der eine nennt einen Monatspreis und schweigt zur Einrichtung, der andere wirbt mit „kostenlos“ und nimmt Provision. Dieser Ratgeber macht die Posten transparent, damit du Angebote wirklich vergleichen kannst.

Warum „günstig“ bei Bestellsystemen oft teuer wird

Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Grundpreis, sondern darin, woran der Anbieter verdient. Drei Modelle sind üblich:

  • Umsatzbeteiligung (Plattform-Modell): keine oder geringe Fixkosten, dafür 13–30 % pro Bestellung. Günstig am Anfang, teuer beim Erfolg: Die Rechnung wächst, wenn es gut läuft.
  • Kleine Provision mit Deckel: ein niedriger Prozentsatz, aber gedeckelt auf einen Maximalbetrag pro Monat. Fair für kleine Betriebe, planbar für große.
  • Flatrate: fester Monatspreis, keine Provision. Ab einem gewissen Bestellvolumen mit Abstand die günstigste Variante.

Eine „kostenlose“ Lösung mit Umsatzbeteiligung ist also nicht günstig, sie ist nur später teuer. Umgekehrt ist eine Flatrate für einen Betrieb mit 30 Bestellungen im Monat überdimensioniert. Die richtige Antwort hängt allein von deinem Volumen ab.

Rechenbeispiel: ab wann sich der eigene Shop rechnet

Rechnen wir einen typischen Lieferdienst durch, mittlerer Bon 26 Euro:

  • 400 Bestellungen im Monat = rund 10.400 Euro Umsatz. Bei 20 % Plattform-Provision: 2.080 Euro pro Monat.
  • 800 Bestellungen im Monat = rund 20.800 Euro Umsatz. Bei 20 % Provision: 4.160 Euro pro Monat.

Dagegen steht bei einem eigenen Shop ein fester dreistelliger Monatsbetrag beziehungsweise eine kleine, gedeckelte Provision. Dazu kommen die Gebühren des Zahlungsdienstleisters, die je nach Anbieter meist bei rund einem bis zwei Prozent zuzüglich weniger Cent pro Transaktion liegen. Diese Zahlungsgebühren fallen bei der Plattform übrigens genauso an, sie sind dort nur schon eingepreist.

Das Ergebnis ist unbequem klar: Schon im unteren Beispiel liegt die Provisionsrechnung über dem, was ein vollständiger eigener Shop im Jahr kostet. Der Break-even liegt bei den meisten Betrieben nicht bei tausenden Bestellungen, sondern im niedrigen dreistelligen Bereich pro Monat.

Was in einer echten Komplettlösung enthalten sein muss

„Komplett“ ist ein Werbewort. Prüf bei jedem Angebot, ob diese Posten enthalten sind, sonst fallen sie zusätzlich an:

  • Eigene Domain (deine-pizzeria.de statt anbieter.de/deinname)
  • Hosting und SSL-Zertifikat, inklusive Erneuerung
  • Einrichtung der Speisekarte (der größte Zeitfresser überhaupt, oft mehrere hundert Artikel mit Größen und Extras)
  • Konfiguration von Lieferzonen, Öffnungszeiten und Mindestbestellwerten
  • Anbindung der Zahlungsarten inklusive Barzahlung
  • Rechtstexte und Pflichtangaben: Button-Lösung, Impressum, Datenschutz, AGB, Grundpreise, Allergene
  • Updates und Sicherheits-Patches im laufenden Betrieb
  • Support auf Deutsch, mit erreichbarem Ansprechpartner

Das ist der Punkt hinter unserem Einrichtungsangebot: Auf bestelltheke.de buchst du das Modell. Wir richten für einmalig 49 Euro den kompletten Shop ein, inklusive Produktaufnahme, Zahlungsarten, Lieferzonen und Öffnungszeiten. Domain, Hosting und SSL sind im Modell enthalten, gekündigt werden kann monatlich.

Die Posten, die im Angebot gern fehlen

Bevor du unterschreibst, frag konkret nach:

  • Setup-Gebühr: Wird die Einrichtung berechnet, und wer pflegt die Speisekarte ein?
  • Kosten pro Standort: Was kostet die zweite Filiale?
  • Transaktionsgebühren: Nimmt der Anbieter zusätzlich zum Zahlungsdienstleister etwas pro Bestellung?
  • Design-Anpassungen: Sind Logo und Farben inklusive, oder ist das ein kostenpflichtiges Paket?
  • Vertragslaufzeit: Monatlich kündbar oder 24 Monate?
  • Datenexport: Kommst du am Ende an deine Kunden- und Bestelldaten?
  • Änderungen: Kostet jede Preisanpassung an der Karte Support-Zeit, oder machst du das selbst?

Besonders der letzte Punkt wird unterschätzt. Wenn du zweimal im Jahr die Preise anpasst und dafür jedes Mal eine Rechnung bekommst, ist der günstige Monatspreis schnell relativiert.

Baukasten, Plugin oder fertiges Gastro-System?

Drei technische Wege stehen zur Auswahl, mit sehr unterschiedlichen Folgekosten:

Der Website-Baukasten

Günstig im Einstieg, aber selten für Gastronomie gemacht. Größenabhängige Aufpreise, Lieferzonen als Polygon, Zeitslots und Mindestbestellwerte je Zone lassen sich meist gar nicht oder nur mit Bastellösungen abbilden. Was du am Monatspreis sparst, zahlst du in Nacharbeit.

Das Shop-Plugin auf WordPress

Flexibel, aber du wirst zum Systemadministrator: Plugin-Updates, Kompatibilitätsprobleme und Sicherheitslücken sind dein Thema. Für einen Betrieb ohne technische Betreuung ist das ein laufendes Risiko.

Das fertige Gastro-System

Ein System, das von Anfang an für Liefer- und Abholgeschäft gebaut wurde, bringt Konfigurator, Lieferzonen, Zeitslots und Bestellverwaltung mit. Unsere Musterpizzeria ist genau das: aufgebaut auf der Open-Source-Basis TastyIgniter, also ohne Lizenzkosten pro Bestellung und ohne Vendor-Lock-in. Anschauen kannst du dir das komplette System in der Live-Demo, ganz ohne Anmeldung.

Günstig heißt nicht abgespeckt

Ein häufiger Irrtum: Wer wenig zahlt, bekommt weniger Funktionen. Bei einem geteilten System ist das Gegenteil der Fall. Die Entwicklungskosten verteilen sich auf viele Betriebe, jeder bekommt denselben Funktionsumfang. Pizza-Konfigurator, Lieferzonen, Vorbestellung, Gast- und Kundenkonto, Online- und Barzahlung, Gutscheine, Statusverwaltung mit deutschen E-Mails und die Installation als App auf dem Homescreen sind Standard, nicht Aufpreis.

Aufpreis kosten nur die Dinge, die wirklich individuell sind: Küchen-Monitor, Bondruck, Fahrer-Benachrichtigung, eigene Kampagnen oder Schnittstellen zu deiner Kasse.

Der schnelle Weg und wann sich die eigene Installation lohnt

Für die meisten Betriebe ist der Komplettservice der richtige Weg: Modell auf bestelltheke.de buchen, Einrichtung für einmalig 49 Euro, in wenigen Tagen live. Kleine Provision oder Flatrate ohne Provision: Du entscheidest je nach Volumen und kannst später wechseln.

Die eigene, exklusive Installation lohnt sich, wenn du ein sehr eigenständiges Design brauchst, Sonderfunktionen oder eine Anbindung an vorhandene Systeme. Dann bauen wir das gezielt für dich. Wir sind eine Entwicklungsagentur, kein Baukasten.

Checkliste vor der Entscheidung

  • Kenne ich mein monatliches Bestellvolumen und meinen Durchschnittsbon?
  • Habe ich Provision, Flatrate und Zahlungsgebühren auf zwölf Monate hochgerechnet?
  • Sind Domain, Hosting, SSL und Rechtstexte im Preis enthalten?
  • Wer legt die Speisekarte an, und was kostet das?
  • Kann ich Preise und Karte selbst pflegen?
  • Sind größenabhängige Aufpreise, Lieferzonen und Zeitslots wirklich abbildbar?
  • Wie lange bin ich gebunden, und komme ich an meine Daten?

Fazit

Günstig ist ein Bestellsystem nicht dann, wenn der Monatspreis klein ist, sondern wenn die Gesamtkosten über ein Jahr niedrig bleiben und du dabei nichts nachbauen musst. Rechne dein Volumen gegen die Provision, danach ist die Entscheidung in den meisten Fällen eindeutig. Schau dir die Live-Demo an, buche den Komplettservice auf bestelltheke.de oder sprich mit uns über eine eigene Installation.

Häufige Fragen

Was ist günstiger: Provision oder Flatrate?

Das hängt allein vom Bestellvolumen ab. Bei wenigen Bestellungen im Monat ist eine kleine Provision günstiger, weil du nur bei tatsächlichem Umsatz zahlst. Ab einem stabilen Volumen ist die Flatrate klar im Vorteil, weil jede zusätzliche Bestellung nichts mehr kostet. Rechne beide Varianten mit deinem realen Durchschnittsbon über zwölf Monate durch und wechsle, wenn dein Volumen wächst.

Kann ich ein Bestellsystem nicht einfach mit einem Website-Baukasten bauen?

Technisch lässt sich damit eine Bestellseite bauen, praktisch scheitert es meist an den Gastro-Details: größenabhängige Aufpreise für Extras, Lieferzonen als Polygon oder PLZ-Liste, Mindestbestellwert je Zone, Zeitslots und Vorbestellung. Was du am Monatspreis sparst, zahlst du in Bastelei und verlorenen Bestellungen.

Welche Kosten fallen neben dem Monatspreis noch an?

In der Regel nur die Gebühren des Zahlungsdienstleisters, meist rund ein bis zwei Prozent plus wenige Cent pro Transaktion. Diese Gebühren fallen bei jeder Online-Zahlung an, auch bei Lieferplattformen; dort sind sie in der Provision bereits enthalten. Domain, Hosting und SSL sind im Komplettservice enthalten, die Einrichtung kostet einmalig 49 Euro.

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