Warum WordPress nicht mehr Stand der Technik ist — und was stattdessen funktioniert
Artikel anhören
WordPress ist nicht kaputt. Es ist zwanzig Jahre alt, und es trägt heute Aufgaben, für die es nie entworfen wurde. Aus einer Blog-Software von 2003 ist der Unterbau für Firmenauftritte, Shops, Buchungssysteme und Kundenportale geworden — nicht weil die Architektur dafür geeignet wäre, sondern weil es für jedes dieser Probleme irgendwann ein Plugin gab. Dieser Ratgeber erklärt, wo die Bauweise an ihre Grenze kommt, warum ein Cache-Plugin das nicht repariert, und was eine handgeschriebene Website in der Praxis anders macht. Mit echten Messwerten, nicht mit Behauptungen.
Erst einmal fair: warum WordPress so groß wurde
Es gibt einen guten Grund dafür, dass ungefähr vier von zehn Websites weltweit auf WordPress laufen. Anfang der 2000er kostete eine eigene Website entweder viel Geld oder viel Programmierkenntnis. WordPress hat das aufgebrochen: kostenlos, in einer halben Stunde installiert, und Inhalte pflegen konnte plötzlich jeder, der Word bedienen kann. Das war eine kleine Demokratisierung, und sie hat funktioniert.
Dazu kommt ein Ökosystem, das seinesgleichen sucht. Für so ziemlich jedes Problem gibt es eine fertige Erweiterung, oft mehrere Dutzend. Wer heute schnell etwas online braucht und niemanden hat, der programmiert, kommt mit WordPress weiter als mit fast allem anderen. Das ist eine echte Stärke, und sie gilt weiter.
Nur ist genau diese Stärke die Wurzel des Problems. Denn jede dieser Erweiterungen ist fremder Programmcode, der in Ihrer Website landet.
Der Plugin-Turm: wenn die Website ein Bauwerk aus Fremdteilen wird
Schauen Sie einmal in die Erweiterungsliste einer gewachsenen Firmen-Website. Was dort typischerweise steht, sieht ungefähr so aus:
- ein Seitenbaukasten, mit dem das Layout gebaut wurde
- ein zugekauftes Design-Thema, dazu ein Kind-Thema für eigene Anpassungen
- ein Kontaktformular-Plugin
- ein Cookie-Banner-Plugin
- ein SEO-Plugin
- ein Cache-Plugin, weil die Seite langsam wurde
- ein Bildoptimierer, aus demselben Grund
- ein Backup-Plugin
- ein Sicherheits-Plugin
- ein Slider, eine Galerie, ein Bewertungs-Widget, eine Karte
- und je nach Betrieb: Terminbuchung, Shop, Mitgliederbereich, Newsletter
Fünfundzwanzig bis vierzig Erweiterungen sind bei einer Website, die ein paar Jahre auf dem Buckel hat, keine Ausnahme, sondern der Normalfall. Geschrieben wurden sie von zwanzig oder dreißig verschiedenen Menschen und Firmen, die einander nicht kennen. Jede bringt ihren eigenen Programmcode mit, ihre eigenen Tabellen in der Datenbank, ihre eigenen Design- und Skriptdateien, und jede hat ihren eigenen Veröffentlichungsrhythmus.
Solange alles läuft, merkt davon niemand etwas. Interessant wird es an dem Tag, an dem etwas nicht mehr läuft. Dann sitzt niemand am Tisch, der für das Ganze verantwortlich ist. Der Plugin-Autor sagt, es liege am Thema. Der Themen-Anbieter sagt, es liege am Seitenbaukasten. Der Baukasten-Hersteller sagt, das Plugin halte sich nicht an die Regeln. Alle drei haben ein bisschen recht, und Ihre Website ist trotzdem kaputt.
Der Seitenbaukasten verdient dabei eine eigene Erwähnung. Er ist der bequemste Teil des Systems und gleichzeitig der teuerste. Was im Bearbeiten-Fenster nach zwei Textspalten aussieht, wird ausgeliefert als ein Dutzend ineinander verschachtelter Container mit Hunderten von Zeilen erzeugter Gestaltungsanweisung. Und Sie kommen dort nicht mehr heraus: Wer den Baukasten abschaltet, bekommt statt der Seite einen Haufen Kurzbefehle in eckigen Klammern zu sehen. Die Inhalte gehören dann faktisch dem Werkzeug.
Warum WordPress-Seiten langsam sind, und warum ein Cache-Plugin das nicht löst
Die Langsamkeit ist kein Pfusch, sondern Bauart. Bei jedem einzelnen Seitenaufruf passiert Folgendes: Der WordPress-Kern startet, danach werden sämtliche aktiven Erweiterungen geladen — alle, jedes Mal, unabhängig davon, ob die aufgerufene Seite sie überhaupt braucht. Das Shop-Plugin startet auch beim Impressum. Der Slider startet auch auf einer Seite ohne Slider. Anschließend wird der Inhalt aus einer Datenbank zusammengesucht, deren Struktur für Blogbeiträge entworfen wurde, und die Zusatzfelder liegen dort verstreut in einer Nebentabelle, was pro Feld eine weitere Abfrage bedeutet.
Dazu kommt das, was im Browser ankommt. Jede Erweiterung hängt vorsichtshalber ihre eigenen Design- und Skriptdateien in jede Seite. Sechzig bis hundert einzelne Dateien für eine Seite mit drei Absätzen Text sind ein Wert, den man in freier Wildbahn regelmäßig misst. Dass darunter drei Versionen derselben Skript-Bibliothek sind, fällt niemandem auf, weil niemand den Überblick hat.
Und dann kommt das Cache-Plugin. Es tut, was sein Name sagt: Es merkt sich die fertig zusammengebaute Seite und liefert sie beim nächsten Mal direkt aus. Das hilft messbar, und trotzdem ist es ein Deckel auf dem Topf, kein kleineres Feuer. Drei Dinge bleiben nämlich, wie sie waren:
- Der erste Besucher zahlt immer. Nach jeder Inhaltsänderung, jedem Update, jedem geleerten Zwischenspeicher wird die Seite wieder komplett neu gebaut, und wer in diesem Moment klickt, wartet die volle Zeit.
- Im Browser ändert sich nichts. Der Zwischenspeicher betrifft die Erzeugung der Seite auf dem Server. Die sechzig Design- und Skriptdateien werden weiterhin geladen und ausgeführt, und genau die kosten auf dem Handy die meiste Zeit.
- Angemeldete Nutzer sehen nie den Zwischenspeicher. Wer im Verwaltungsbereich arbeitet, im Shop etwas im Warenkorb hat oder in einem Mitgliederbereich unterwegs ist, bekommt jedes Mal die ungebremste Fassung.
Dazu kommt eine Ironie, die man im Alltag oft sieht: Das Cache-Plugin gerät mit dem Zwischenspeicher des Hosters aneinander, das Sicherheits-Plugin blockiert den Bildoptimierer, und am Ende steht ein Betrieb da, der drei Werkzeuge bezahlt, die sich gegenseitig ausbremsen.
Die Wartungsspirale: Updates, die man weder einspielen noch auslassen kann
Ein WordPress-Betrieb hat drei Update-Quellen, die niemand aufeinander abstimmt: den Kern, das Design-Thema und jede einzelne Erweiterung. Bei vierzig Erweiterungen sind das in einem normalen Monat leicht zwanzig Aktualisierungen. Jede einzelne kann etwas verändern, was eine andere gebraucht hat.
Damit stecken Sie in einer Zwickmühle, die keine gute Seite hat. Spielen Sie die Updates ein, riskieren Sie, dass am Montagmorgen das Kontaktformular nicht mehr absendet oder das Layout auf einer Unterseite auseinanderfällt. Spielen Sie sie nicht ein, sammeln sich bekannte Sicherheitslücken an. Und die stecken erfahrungsgemäß fast nie im WordPress-Kern selbst, der wird von einem großen Team gepflegt, sondern in den Erweiterungen: in dem Galerie-Plugin, das der Autor vor drei Jahren zuletzt angefasst hat, oder in dem Formular-Werkzeug, dessen Firma es nicht mehr gibt.
Das ist keine graue Theorie. Wir haben im August 2026 einen Kundenserver bereinigt, auf dem über eine veraltete Standard-Software ein Schürf-Programm für Kryptowährung eingeschleust worden war. Der Weg hinein war keine ausgefeilte Attacke, sondern eine bekannte Lücke in einem Fremdsystem, das seit Monaten kein Update mehr gesehen hatte. Bereinigen, Passwörter tauschen, Server neu absichern, Ursache nachvollziehen: Das kostet mehr als alle Updates, die man sich gespart hat.
Der eigentliche Punkt ist nicht die einzelne Lücke. Es ist, dass Sie sich mit vierzig Erweiterungen vierzig fremde Wartungsversprechen ins Haus holen, von denen Sie keines durchsetzen können.
Was der Baukasten kostet, wenn man ehrlich zusammenrechnet
„WordPress ist kostenlos" stimmt für WordPress selbst. Für eine Firmen-Website stimmt es selten. Was auf so einer Seite üblicherweise an jährlichen Lizenzen hängt:
- das Design-Thema, meist als Jahreslizenz
- der Seitenbaukasten in der Bezahlfassung, sonst fehlen die Hälfte der Bausteine
- das SEO-Plugin in der Bezahlfassung
- das Formular-Plugin, sobald es mehr können soll als „Name, E-Mail, Nachricht"
- Backup und Sicherheit, beides meist im Abonnement
- je nach Bedarf Buchung, Shop-Erweiterungen, Mehrsprachigkeit, Bildoptimierung
Je nach Auswahl landet man damit im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich pro Jahr, allein für Lizenzen, ohne eine Stunde Arbeit und ohne Hosting. Dazu kommt, dass ein solcher Aufbau mehr Maschine braucht: Was auf einem einfachen Paket träge kriecht, verlangt schnell nach einem größeren Tarif. Und dazu kommt die laufende Pflege, die jemand machen muss, weil die Updates ja nicht von selbst geprüft werden.
Das ist kein Argument gegen laufende Kosten. Eine Website ist ein Betriebsmittel, und Betriebsmittel kosten Geld. Es ist ein Argument dagegen, diese Kosten in fremde Lizenzen zu stecken, statt in die eigene Seite.
Ladezeit ist kein Wettbewerb um Punkte, sondern um Anfragen
Wer „PageSpeed" hört, denkt an eine Zahl, die Technikleute untereinander vergleichen. Der eigentliche Grund, warum die Zahl zählt, ist ein anderer: Google misst seit Jahren, wie sich eine Seite für echte Besucher anfühlt, und nennt diese Messwerte Core Web Vitals. Drei davon entscheiden:
- LCP — wie lange es dauert, bis der größte sichtbare Inhalt da ist. Gut ist unter 2,5 Sekunden.
- INP — wie schnell die Seite auf einen Klick oder Tipp reagiert. Gut ist unter 200 Millisekunden.
- CLS — wie stark das Layout während des Ladens noch herumspringt. Gut ist unter 0,1.
Der Performance-Wert in PageSpeed Insights ist die Zusammenfassung solcher Messungen im Labor. Am schwersten wiegen dabei die Zeit, in der die Seite auf Eingaben gar nicht reagiert, gefolgt von LCP und CLS. Und genau das sind die drei Dinge, die ein Plugin-Turm zuverlässig verhagelt: viel Skriptcode, der beim Laden ausgeführt werden will, ein Seitenbaukasten, der das Hauptbild spät nachlädt, und Bausteine, die ihre Höhe erst kennen, wenn sie fertig geladen sind.
Für Ihren Betrieb übersetzt sich das in etwas Handfestes. Wer auf dem Handy nach einem Handwerker sucht, ruft nicht die Seite auf und wartet. Er tippt das erste Ergebnis an, und wenn nach drei Sekunden noch nichts steht, geht er zurück und tippt das zweite an. Das ist keine Frage der Geduld, sondern des Umfelds: Die Suche findet im Auto statt, am Küchentisch, auf der Baustelle. Und wer hier zwischen Hohwachter Bucht, Lütjenburg und Panker unterwegs ist, weiß, dass der Handyempfang nicht überall Stadtniveau hat. Eine Seite, die drei Megabyte laden muss, ist im Kieler WLAN unauffällig und auf der Landstraße nach Schönwalde eine Zumutung.
Was eine handgebaute Website anders macht
Der Unterschied ist im Kern simpel: Es wird nur das ausgeliefert, was diese eine Seite tatsächlich braucht. Kein Kern, der eine Blog-Struktur mitschleppt. Keine vierzig Erweiterungen, die vorsichtshalber mitstarten. Ein Stylesheet statt sechzig Dateien. Die Seitenstruktur ist nicht das Ergebnis eines Baukastens, sondern von Hand geschrieben, und deshalb steht dort auch nur, was hingehört.
Wie das in Zahlen aussieht, können Sie an dieser Website selbst nachmessen. Wir haben am 27. August 2026 mit Lighthouse gemessen, mobil, so wie Google es auch tut. Für unsere Seite Individuelle Programmierung kam heraus:
- Performance 97
- Barrierefreiheit 100
- Best Practices 100
- SEO 100
- Größter Inhalt sichtbar nach 1,1 Sekunden, Blockierzeit 0 Millisekunden
Dazu gehört die ehrliche Einordnung, denn sonst ist die Zahl nichts wert. Hundert Punkte in der Performance sind erreichbar, aber kein Naturgesetz: Sobald eine Seite ein eingebettetes Video, eine echte Karte oder ein Fremd-Widget zeigt, kostet das Punkte, und zwar völlig unabhängig davon, wie sauber der Rest gebaut ist. Der Wert schwankt außerdem von Messung zu Messung, weil er von Leitung und Serverlast abhängt. Was reproduzierbar bleibt, sind die 100 in Barrierefreiheit, Best Practices und SEO — die hängen nämlich nicht am Netz, sondern an der Sorgfalt beim Bauen. Und eine Performance dauerhaft in den Neunzigern ist mit einem Plugin-Turm schlicht nicht zu haben, egal wie gut der Hoster ist.
Wer uns nicht glauben will, muss es nicht: Geben Sie diese Seite und die Seite Ihres Mitbewerbers bei PageSpeed Insights ein und vergleichen Sie selbst. Das ist der angenehme Teil an messbaren Behauptungen.
Schnittstellen: der Punkt, an dem der Baukasten endgültig aufhört
Ladezeit ist das sichtbare Argument. Das teurere Argument ist ein anderes, und es fällt meist erst im zweiten Jahr auf: Ihre Website steht nicht allein. Im Betrieb laufen daneben eine Warenwirtschaft, eine Buchhaltung, vielleicht ein Kassensystem, ein Kalender, eine Zeiterfassung, ein CRM. Und irgendwann kommt die Frage, warum Daten, die schon einmal im Haus sind, ein zweites Mal von Hand eingetippt werden müssen.
Im Baukasten-Denken sucht man an dieser Stelle nach einem Verbindungs-Plugin. Manchmal gibt es eins, und dann kann es sechzig oder achtzig Prozent von dem, was Sie brauchen. Der Rest bleibt Handarbeit, und weil das Plugin die restlichen zwanzig Prozent nun einmal nicht kann, wird der Ablauf im Betrieb an das Werkzeug angepasst statt umgekehrt. Die zweite Variante ist ein Verkettungsdienst, der pro Vorgang abrechnet: bequem zu Beginn, unangenehm, sobald Volumen entsteht, und Ihre Betriebsdaten laufen dabei über einen fremden Server.
Wenn die Schnittstelle Teil der eigenen Anwendung ist, sieht es anders aus. Dann bilden Sie genau die Felder aufeinander ab, die es in Ihrem Betrieb gibt, samt der Sonderfälle, die es in keinem Standardprodukt gibt. Der Abgleich läuft nachts, protokolliert sich selbst und meldet sich, wenn etwas nicht durchgeht. In der Praxis sieht das so aus:
- Eine Anfrage über das Formular wird nicht zur E-Mail, sondern legt direkt einen Vorgang im CRM an, mit Zuordnung und Wiedervorlage.
- Ein bestätigter Online-Termin landet im Kalender des richtigen Mitarbeiters, nicht in einem zweiten System, das jemand morgens abgleicht.
- Preise und Verfügbarkeiten kommen aus der Warenwirtschaft, statt an zwei Stellen gepflegt zu werden, von denen eine immer veraltet ist.
- Eine abgeschlossene Bestellung erzeugt den Buchungssatz, statt am Monatsende von Hand nachgetragen zu werden.
Das sind keine ausgedachten Beispiele. Unsere Online-Terminbuchung, unser Postfach-Umzugswerkzeug und das Kundenportal hinter unserem Server-Monitoring sind allesamt Eigenentwicklungen, die genau an solchen Schnittstellen hängen. Wir bauen das nicht nur für Kunden, wir betreiben es selbst.
Der überraschende Teil: individuell ist oft schneller fertig
Die verbreitete Annahme lautet: Fertigsystem gleich schnell, individuell gleich langwierig. In der Praxis stimmt das erstaunlich oft nicht, und der Grund ist banal. Beim Baukasten geht ein großer Teil der Zeit nicht in die Website, sondern in den Kampf mit dem Werkzeug: Man sucht ein Plugin, das den einen Sonderfall abdeckt, probiert zwei aus, verwirft eins, biegt das Design-Thema mit Zusatz-Gestaltungsregeln zurecht, weil es an einer Stelle nicht mitspielt, und baut am Ende doch einen Umweg.
Beim Selberbauen entfällt genau diese Sucherei. Die Struktur steht am ersten Tag fest, weil sie aus Ihren Anforderungen kommt und nicht aus dem, was zufällig verfügbar ist. Und wir fangen dabei nicht bei null an: Redaktionssystem, Formularverarbeitung, Benutzerverwaltung, Rechnungslogik und Schnittstellenwerkzeuge liegen als eigene, erprobte Bausteine bereit. Was aussieht wie „von Hand geschrieben", ist zusammengesetzt aus Teilen, die wir kennen — nur eben aus unseren, deren Verhalten wir garantieren können, statt aus fremden, deren nächstes Update wir abwarten müssen.
Der zweite Zeitgewinn kommt später und ist der größere. Eine Änderung an einer handgeschriebenen Seite ist eine Änderung an einer Datei. Dieselbe Änderung in einem gewachsenen Baukasten-Aufbau heißt zuerst herausfinden, welches der vier möglichen Werkzeuge diesen Bereich eigentlich erzeugt.
Wann WordPress trotzdem die richtige Wahl ist
Es wäre unredlich, hier eine reine Abrechnung hinzuschreiben. Es gibt Fälle, in denen wir selbst zu WordPress raten, und wir sagen das im Erstgespräch auch:
- Wenn die Website hauptsächlich ein Magazin ist. Mehrere Autoren, täglich neue Beiträge, Redaktionsabläufe mit Freigaben: Dafür ist WordPress gebaut, und dort spielt es seine Stärke aus.
- Wenn das Budget wirklich klein ist. Wer unter tausend Euro bleiben muss, bekommt für das Geld keine Maßarbeit, und dann ist ein sauber aufgesetztes WordPress mit wenigen, gut gepflegten Erweiterungen die ehrlichere Empfehlung als ein halbfertiges Eigenbauprojekt.
- Wenn Sie selbst gern schrauben. Manche Betriebe haben jemanden, der das mag und kann. Diesem Menschen den Baukasten wegzunehmen, wäre kein Fortschritt.
- Wenn die bestehende Seite läuft. Ein gepflegtes WordPress mit acht Erweiterungen, guten Werten und zufriedenen Nutzern ersetzt man nicht, weil es moderner ginge. Ein Relaunch braucht einen Anlass.
Der Umkehrschluss beschreibt ziemlich genau, wann es kippt: sobald die Website etwas tun soll, statt nur etwas zu zeigen. Buchen, berechnen, anbinden, verwalten, Kunden einloggen. Ab da arbeiten Sie gegen das System statt mit ihm.
Für Betriebe in Lütjenburg, Kiel und rundherum
Wir sitzen in Behrensdorf an der Hohwachter Bucht, ein paar Minuten von Lütjenburg, im Kreis Plön direkt an der Kreisgrenze zu Ostholstein. Nach Kiel ist es eine gute halbe Stunde, nach Eckernförde etwas länger, nach Plön, Preetz, Schönberg, Eutin, Malente, Oldenburg oder Neustadt liegt alles im selben Radius. Das ist kein auf einer Karte gezogenes Vertriebsgebiet, sondern die Gegend, in der wir tanken und einkaufen.
Praktisch heißt das zweierlei. Erstens: Wenn ein Termin vor Ort sinnvoll ist, kommen wir vorbei, und niemand rechnet dabei die Rückfahrt nach Hamburg mit. Zweitens, und das ist der wichtigere Teil: Wir kennen die Suchlage hier. Ein Malerbetrieb in Lütjenburg konkurriert nicht mit ganz Deutschland, sondern mit den anderen Malerbetrieben zwischen Selent, Schönberg und Panker. Das ist ein Wettbewerb, den man gewinnen kann — und in dem eine Seite, die schnell lädt, sauber strukturiert ist und auf dem Handy sofort die Telefonnummer zeigt, tatsächlich den Unterschied macht. Wer dieses Feld beackern will, findet die Details auf unseren Seiten zu Webdesign und Suchmaschinenoptimierung.
Wechseln, ohne die Rankings zu verlieren
Die häufigste Sorge beim Wechsel ist berechtigt: Was passiert mit der Sichtbarkeit bei Google? Ein Umzug ist kein Risiko, wenn man ihn ordentlich macht, und ein garantierter Absturz, wenn nicht. Entscheidend sind die alten Adressen. Jede Unterseite, die eine neue Adresse bekommt, braucht eine dauerhafte Weiterleitung von der alten, sonst verpuffen die Signale, die sich über Jahre angesammelt haben. Dazu kommen Inhalte, die tatsächlich mitwandern, statt „bei der Gelegenheit" wegzufallen, eine saubere Übergabe der strukturierten Daten und eine kurze Nachkontrolle in der Search Console.
Wie das im Einzelnen abläuft, steht in unserer Relaunch-Checkliste. Die Kurzfassung: In aller Regel bleibt die Sichtbarkeit stabil, und der schnellere Aufbau zahlt in den Wochen danach eher darauf ein.
Was das kostet
Eine handgebaute Website ist kein Luxusposten, aber sie ist auch kein 500-Euro-Auftrag. Unsere Einstiege:
- Landingpage ab 1.290 Euro einmalig: eine Seite, die eine Sache kann, dafür richtig.
- Starter ab 2.500 Euro einmalig: der klassische Firmenauftritt mit den wichtigsten Leistungsseiten.
- Business ab 5.500 Euro einmalig: mehr Umfang, mehr Funktionen, redaktionell pflegbar.
- Shop & Portal ab 9.500 Euro einmalig, wenn die Seite verkaufen oder Kunden einloggen soll.
Geht es weniger um eine Website als um ein Werkzeug — eine Schnittstelle, eine Automatisierung, ein Portal —, ist der Einstieg ein kostenloser Machbarkeits-Check. Kleinprojekte beginnen bei 890 Euro, größere Vorhaben bei 4.900 Euro, jeweils mit Festpreis je Etappe statt offenem Stundenkonto. Und weil es dazugehört: Wenn es für Ihr Problem ein fertiges Werkzeug gibt, das gut passt, sagen wir Ihnen das in diesem Gespräch, statt Ihnen eine Eigenentwicklung zu verkaufen. Die Details stehen auf Individuelle Programmierung.
Der laufende Betrieb kommt dazu, aber deutlich schlanker als beim Baukasten: Hosting ab 19 Euro im Monat, Betreuung ab 29 Euro im Monat. Keine Plugin-Lizenzen, weil es keine Plugins gibt.
Fazit
WordPress ist keine schlechte Software. Es ist eine Blog-Software von 2003, der man zwanzig Jahre lang Aufgaben aufgeladen hat, für die sie nicht gebaut wurde, und die das mit fremdem Programmcode löst, den niemand im Ganzen verantwortet. Daraus folgen die drei Dinge, die Betriebe in der Praxis stören: Es lädt langsam, es will dauernd gewartet werden, und an der entscheidenden Stelle, dem Anschluss an Ihre anderen Systeme, hört es auf.
Eine handgeschriebene Website löst das nicht durch Zauberei, sondern durch Weglassen. Nur der Code, den diese Seite braucht. Keine fremden Update-Zyklen. Schnittstellen, die Ihre Abläufe abbilden statt umgekehrt. Und Messwerte, die Sie selbst nachprüfen können, statt sie zu glauben.
Wenn Sie wissen wollen, wo Ihre jetzige Seite steht: Schicken Sie uns die Adresse. Wir messen sie durch und sagen Ihnen ehrlich, ob sich ein Neubau lohnt oder ob es reicht, aufzuräumen.
Häufige Fragen
Ist WordPress unsicher?
WordPress selbst wird von einem großen Team gepflegt und ist für sich genommen solide. Das Risiko sitzt fast immer in den Erweiterungen: Bei fünfundzwanzig bis vierzig Plugins von ebenso vielen Autoren genügt ein einziges, das seit zwei Jahren niemand mehr anfasst. Angriffe laufen heute automatisiert, sie suchen sich nicht gezielt Ihre Seite aus, sondern scannen das halbe Internet nach genau dieser einen bekannten Lücke. Wer bei WordPress bleibt, sollte deshalb die Zahl der Erweiterungen klein halten und Updates verlässlich einspielen lassen.
Bekomme ich mit einer individuell programmierten Website wirklich 100 Punkte bei PageSpeed Insights?
In der Performance sind 100 Punkte erreichbar, aber niemand sollte sie garantieren: Der Wert schwankt je nach Leitung und Serverlast, und sobald eine Seite ein Video, eine echte Karte oder ein Fremd-Widget einbindet, kostet das Punkte, unabhängig von der Bauweise. Verlässlich erreichbar sind dagegen 100 Punkte in Barrierefreiheit, Best Practices und SEO, weil die an sauberer Arbeit hängen und nicht am Netz. Auf unserer eigenen Seite zur individuellen Programmierung haben wir am 27.08.2026 mobil 97 in der Performance und dreimal 100 gemessen, bei 1,1 Sekunden bis zum größten sichtbaren Inhalt. Nachmessen ausdrücklich erwünscht.
Kann ich meine Inhalte selbst pflegen, wenn die Seite individuell programmiert ist?
Ja. Das ist der häufigste Irrtum an dieser Stelle: „individuell programmiert" heißt nicht „für jede Textänderung den Entwickler anrufen". Sie bekommen ein Redaktionssystem, das nur Ihre Inhaltstypen kennt und deshalb deutlich einfacher zu bedienen ist als ein Baukasten mit tausend Möglichkeiten. Was Sie nicht bekommen, ist die Möglichkeit, das Layout eigenhändig umzustellen. In der Praxis empfinden die meisten Kunden das als Erleichterung, weil sich eine Seite so auch nach zwei Jahren Pflege nicht selbst zerlegt.
Was passiert mit meinen Google-Rankings, wenn ich von WordPress wechsle?
Bei einem sauber durchgeführten Umzug bleiben sie stabil. Entscheidend sind dauerhafte Weiterleitungen von jeder alten Adresse auf ihre neue Entsprechung, vollständig übernommene Inhalte, eine korrekte Übergabe der strukturierten Daten und eine Nachkontrolle in der Search Console. Schiefgehen kann es, wenn Unterseiten stillschweigend wegfallen oder neue Adressen ohne Weiterleitung entstehen. Der Ablauf steht Schritt für Schritt in unserer Relaunch-Checkliste.
Wie lange dauert eine individuell programmierte Website?
Ein klassischer Firmenauftritt liegt üblicherweise bei einigen Wochen, gerechnet ab dem Moment, in dem Inhalte und Bilder vorliegen. Genau daran hängt der Zeitplan meistens, nicht an der Programmierung: Die zwei Wochen, die eine Seite länger dauert, sind fast immer die zwei Wochen, in denen jemand die Texte schreiben musste. Kleinere Werkzeuge und Schnittstellen sind oft in Tagen erledigt. Wir arbeiten mit Festpreis je Etappe, damit Sie nach jedem Abschnitt sehen, was fertig ist.
Bin ich von Ihnen abhängig, wenn niemand sonst den Code kennt?
Weniger als bei einem Baukasten, auch wenn es zunächst andersherum klingt. Sie bekommen den Quellcode, die Dokumentation und die Zugänge; die Seite läuft auf gewöhnlicher Server-Technik, nicht auf etwas Exotischem. Jeder Entwickler mit PHP-Kenntnissen kann übernehmen. Bei einem Baukasten-Aufbau dagegen hängen Sie an fremden Lizenzen und an einem Seitenbaukasten, den Sie nicht abschalten können, ohne dass die Inhalte unlesbar werden.
Lohnt sich das auch für einen kleinen Betrieb in Lütjenburg oder Eckernförde?
Gerade dort, weil der Wettbewerb überschaubar ist. Sie konkurrieren nicht mit ganz Deutschland, sondern mit einer Handvoll Betriebe in derselben Ecke, und die haben meistens eine Website, die auf dem Handy langsam lädt. Wer an dieser Stelle sauber gebaut ist und schnell erreichbar, steht spürbar besser da. Wenn Ihr Budget für eine Maßanfertigung nicht reicht, sagen wir Ihnen das übrigens im Erstgespräch und empfehlen etwas Passendes, statt Ihnen etwas zu verkaufen.